Mittwoch, 7. Juli 2010

Wie kamen die ersten Mäuse nach Haiti?


Zur Unterfamilie der Echten Mäuse (Murinae) gehören die Gattungen
  • Stachelmäuse (Acomys)
  • Waldmäuse (Apodemus)
  • Arvicanthis
  • Bandikutratten (Bandicota)
  • Hyomys
  • Grasmäuse (Lemniscomys)
  • Häschenratten (Leporillus)
  • Vielzitzenmäuse oder Vielzitzenratten (Mastomys)
  • Melomys
  • Micromys
  • Mäuse i.e.S. (Mus)
  • Ratten (Rattus)
  • Rhabdomys
  • Riesenratten (Uromys)

Da 'Mäuse" einzeln eher unscheinbar und optisch
so klein sind, daß man sie leicht übersehen kann,
wenn sie still sitzen und sich nicht
bewegen,  so sind sie doch, im Gegensatz zu anderen
Säugetieren, sehr anpassungsfähig, flink und
hinterlassen überall dort, wo sie waren, ihre
winzigen Spuren (Mäusekot).

Ein Hauptmerkmal dieser kleinen Nagetiere
ist, dass sie als äußerst wandlungsfähig und besonders
gut sich anpassen können an neue Umgebungen.
Mäuse sind intelligent und ihre bevorzugte
Wohnform in freier Wildbahn ist in Familien-
verbänden zu leben in Höhlen, Kellern oder Verliessen.
Sie sind agil und flink und leben in ähnlichen
Gemeinschaften, wie vielleicht die Ureinwohner von
Haiti, die Indianer in Großfamilien bzw.
Familienclans gelebt haben, wobei letztere aber nach
Ankunft systematisch von Konquistadoren
ausgerottet wurden, während die Mäuse vermutlich als
einziges Säugetier sich dort ungehindert ausbreiten
durfte.

Wie kommt es nun, dass  sich das Verbreitungsgebiet
der eurasischen Mäuse sogar bis weit über Haiti hinaus
nicht nur in der Karibik, sondern auch in Zentral-
amerika ausgehnt hat?

Prägnante Spuren in den Mäusepopulationen
hinterließen zuvor schon die norwegischen Wikinger, die im
Jahre 793 erstmals die Britischen Inseln heimsuchten,
immer auf Wanderschaft im Rythmus der Jahreszeiten.

Dort waren sie bald für rabiate Raubzüge berüchtigt,
betätigten sich aber auch konstruktiv als fleißige Siedler,
was Wissenschaftler heute mit Gentests nachweisen
können anhand der dortigen Hausmauspopulation.

So kann man heute nachweisen, dass sich die Orkney-Inseln
im elften Jahrhundert zu einem regen Zentrum der
norwegischen Wikingerkultur entwickelte.

Auf den Shetland-Inseln, den Äußeren Hebriden, der Isle of Man
und in Irland, wo Städte wie Dublin und Limerick von Wikingern
gegründet wurden, sind sie jedoch ebenso anzutreffen wie in
Norwegen. Was freilich nicht heißen muss, dass diese Variante
der Hausmaus norwegischer Herkunft ist.


Als blinder Passagier In der Ladung versteckt, haben Hausmäuse
mit den Kriegs- und Handelschiffen unternehmungslustiger Wikinger
oder spanischer Conquistadores zweifellos weite Strecken
zurückgelegt. Einschlägige archäologische Funde kamen auch
auf Island und Grönland ans Licht. Selbst in Neufundland, wo die
Wikinger scheinbar nie richtig sesshaft wurden, könnten sich
molekulargenetischen Untersuchungen sicher als aufschlussreich erweisen.

Eins ist sicher, so klein und zart die Mäuse auch
aussehen, so robust sind sie vermutlich auf ihren
Wanderschaften auch geworden. In den eisigen Wintern
in Norwegen waren sie ganz sicher auf ein Dach über
dem Kopf angewiesen, doch im Freien oder an
Laderaum eines Schiffes zu überleben,
erforderte vermutlich wieder ganz andere Strategien.

Eins ist sicher: Als die ersten Hausmäuse auf
Hispanola an Land gingen, fanden sie keinesfalls
luxuriöse gastliche Siedlungen in Steinhäusern
wie in Europa vor. Auch heutzutage pfeift
dort ein Großteil auf ein Dach über dem Kopf und
tummelt sich rund ums Jahr in freier Natur in Feld und Flur,
denn dort im angenehmen tropsichen Klima lässt es sich
auch draussen leicht in Saus und Braus leben,
wenn man anspruchslos und flexibel wie eine Maus ist.
Sie sind dort zumindestens auch meistens sicher vor den
Fangaktionen von Menschen, Katzen und Hunden.
Und werden vermutlich niemals als Labormaus
In einem Käfig landen. Sie haben alle Freiheiten,
können jederzeit weiterziehen, dorthin wo es ihnen gefällt,
und sich dort sogar ungestört vermehren, solange
ihnen keine streunende Katze über den Weg läuft.

Wie schön kann das Leben sein in Haiti, wenn man
eine Maus ist. Menschen ging es in der Vergangenheit
dort weniger gut, denn sie wurden entweder
gleich getötet oder als billige Arbeitssklaven
führten sie ein kurzes entbehrungsreiches Leben,
was man  keinem Menschenmehr heute zumuten würde.

Deshalb plädiere wir dafür: Mehr "Mäuse" nach Haiti, damit
schon morgen wieder mehr Menschen dort ein Dach über
dem Kopf haben können.

Lesen Sie auf dieser Webseite, wie auch Sie den
Grundstock für eine neue "Mäusepopulation"
(Hilfsfond für aktuelle HAITI Hilfsprojekte)
legen können. Denn schon ab 1 Euro können
Sie mitmachen bei einigen der zahlreichen
Projekte, die ich auf meinem Blog vorgestellt
habe.

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oder Sie besuchen meine Webseite LIEBEN SIE MÄUSE?

Da freuen jetzt nicht nur die kleinen Mäuse, sondern
auch die vielen Kinder, denen diese Hilfe zugute kommt.

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